MKG1868 kgl. priv. Künstergenossenschaft München

Münchener Künstlergenossenschaft königlich privilegiert 1868
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Die „Münchener Künstlergenossenschaft - königlich privilegiert 1868“ versteht sich als eine Organisation von Künstlern für Künstler, die sich einerseits ihrer 150 jährigen Tradition bewusst ist, ihren Blick aber andererseits ganz klar nach vorne in die Zukunft gerichtet hat.

Neben der künstlerischen Entwicklung unserer Mitglieder sind Kommunikation, Netzwerk und Weiterbildung die wichtigsten Säulen unserer lernenden Organisation, die sich permanent weiter entwickelt. Nach innen sowie nach außen. Unser besonderes Alleinstellungsmerkmal zeigt sich in der figürlichen, darstellenden und realistischen künstlerischen Ausrichtung unserer Mitglieder in den Sparten Malerei, Grafik und Skulptur.
Vor 150 Jahren hatte die Gründung der MKG noch eine ganz andere Bedeutung als es heute der Fall wäre. In einer Zeit ohne Telefon, ohne Internet, war das Zelebrieren gemeinsamer Werte, gemeinsamer Künstlerfeste und gemeinsamer Erfolge nur offline möglich. Am Stammtisch. Alles andere musste per Telegramm, per Post, per Depesche erledigt werden. Franz von Lenbach, einer der prominentesten Präsidenten der MKG, war einer der ersten, der sich nicht nur Elektrizität sondern vor allem einen Telefonanschluss ins Haus legen lies. Auf diese Art war er mit allen wichtigen Entscheidungsträgern vernetzt. Heute kommunizieren wir täglich über die neuen Medien, über Facebook, Instagramm und Twitter mit der ganzen Welt - Lenbach wäre begeistert gewesen!

Eine Künstlerorganisation, die zwei Weltkriege überlebt hat, vereint viel mehr als sie trennt und  sorgt somit für stetige Innovation. Wenn wir uns auch auf der inhaltlichen Ebene nie völlig einig sein werden - denn dafür sind wir alle viel zu leidenschaftlich der eigenen Position verhaftet -  so werden wir uns auf der kontextuellen Ebene auf Augenhöhe begegnen und die Rahmenbedingungen gemeinsamer Werte immer wieder neu erarbeiten. So wird aus unserer Organisation ein lebendiges Wesen, ein vitaler Organismus, den es zu erkunden, zu pflegen und zu hinterfragen gilt. Stetig und ständig.

Mit mir als ihrem Präsidenten, soll die MKG eine weitere inspirierte Führungskraft haben, die mit einem partizipativen Führungsstil alle ihre Mitglieder erreicht und so die Organisation in das nächste „Semisäculum“ führt.

Mit lieben Grüßen,
Ihr Paul Martin Cambeis
Präsident der MKG seit 2017
 
 
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